App installieren
Welcher Weg für dich der richtige ist, hängt davon ab, wo deine Business-Central-Umgebung läuft.
Voraussetzungen
- Business Central 24 oder neuer.
- Ein Benutzer mit ausreichenden Rechten zum Installieren von Erweiterungen (online: Administrator im Microsoft-365-Tenant; OnPrem: Benutzer mit
SUPER-Berechtigung, der Apps auf der BC-Server-Instanz veröffentlichen darf). - Für Business Central Online und uneingeschränkte OnPrem-Netze sind keine Firewall-Anpassungen nötig. Wenn du AutoFlow OnPrem hinter einem ausgehenden Proxy oder einem Egress-Filter betreibst, beachte die Netzwerkanforderungen am Ende dieser Seite.
Business Central Online (SaaS) — über AppSource
- Melde dich an deiner Business-Central-Umgebung an.
- Öffne den Erweiterungs-Marketplace (Suche nach Erweiterungs-Marketplace in der Tell-Me-Leiste).
- Suche dort nach AutoFlow von mse Software GmbH oder öffne den AppSource-Eintrag direkt unter marketplace.microsoft.com/.../autoflow.
- Wähle Jetzt herunterladen und folge dem AppSource-Dialog. Du wirst aufgefordert,
- die Nutzungsbedingungen zu akzeptieren und
- die Umgebung auszuwählen, in der AutoFlow installiert werden soll.
- AppSource installiert AutoFlow sowie die erforderlichen Komponenten. Die Installation läuft im Hintergrund und kann einige Minuten dauern.
- Öffne anschließend die Zielumgebung und fahre mit Produkt aktivieren fort.
AutoFlow wird pro Umgebung installiert. Wenn du mehrere Umgebungen betreibst (z.B. Sandbox und Produktion), installiere AutoFlow in jeder Umgebung separat, in der du es nutzen möchtest.
Business Central OnPrem — über das mse-Download-Portal
-
Öffne das AutoFlow-Download-Portal unter portal.autoflow365.app/de/downloads und lade den passenden AutoFlow-Release für deine Business-Central-Version herunter. Das Archiv enthält die
.app-Dateien von AutoFlow sowie aller erforderlichen Abhängigkeiten. -
Kopiere die
.app-Dateien auf den Business-Central-Server. -
Öffne auf dem Server eine Business Central Administration Shell (PowerShell) und veröffentliche die Apps:
Publish-NAVApp -ServerInstance <DeineInstanz> -Path "<pfad>\AutoFlow.app" -PackageType Extension -SkipVerificationWiederhole den Schritt für jede
.app-Datei im Paket. Installiere zuerst die Abhängigkeiten, anschließend AutoFlow selbst. -
Synchronisiere und installiere die App in jedem Mandanten, in dem du AutoFlow nutzen möchtest:
Sync-NAVApp -ServerInstance <DeineInstanz> -Name "AutoFlow" -Version <Version> -Tenant <TenantId>
Install-NAVApp -ServerInstance <DeineInstanz> -Name "AutoFlow" -Version <Version> -Tenant <TenantId> -
Fahre mit Produkt aktivieren fort.
Bei einer Single-Tenant-Installation ersetzt du <TenantId> durch default.
Nach der Installation
Nach Abschluss der Installation ist AutoFlow im System vorhanden, aber noch nicht aktiv. Beim Öffnen der meisten Rollencenter erscheint eine Benachrichtigung, die dich zur Aktivierung auffordert. Das nächste Kapitel führt dich durch diesen Schritt.
Berechtigungssätze
AutoFlow liefert zwei Rollen für Personen aus, dazu eine für maschinelle Aufrufer. In BC erscheinen sie unter ihrer ID (Spalte Berechtigungssatz unten), die Beschriftung steht in Klammern:
| Berechtigungssatz | Für wen | Was er gewährt |
|---|---|---|
| mse365 AF ALL (AutoFlow Benutzer) | alle, die mit Flows arbeiten | alle Flows sehen, Entwürfe anlegen und bearbeiten, Flows manuell oder geplant starten, Ausführungen und Protokolle einsehen. Veröffentlichen und die AutoFlow Einrichtung sind nicht enthalten. |
| mse365 AF ADMIN (AutoFlow Administrator) | die ein bis zwei Personen, denen AutoFlow gehört | alles aus der Benutzer-Rolle, dazu Flows veröffentlichen und zurückziehen, AutoFlow Einrichtung, Aktivierung und Lizenzierung, Anmeldedaten pflegen und in die Vorlagen-Galerie veröffentlichen |
| mse365 AF Integr. (AutoFlow Integration (S2S)) | Microsoft-Entra-Anwendungen (Service-to-Service) | alles, was ein Flow braucht, wenn ihn ein nicht-interaktiver Aufrufer startet – siehe Service-to-Service-Aufrufer unten |
Öffne Benutzer-Berechtigungssätze und weise mse365 AF ALL allen zu, die Flows bauen und ausführen, und mse365 AF ADMIN derjenigen Person, der AutoFlow in deinem Unternehmen gehört. Bestehende Berechtigungssätze für Finanz- oder IT-Rollen können diese Sätze über Enthaltene Berechtigungssätze übernehmen, sodass eine einzige Zuweisung alles abdeckt.
mse365 AF ALL galt bisher als der Satz, den jeder Business-Central-Benutzer braucht. Das ist nicht mehr so (siehe unten), und der Satz gewährt jetzt die komplette Oberfläche zum Bauen von Flows. Prüfe nach dem Update, wer ihn hat, und beschränke ihn auf die Personen, die tatsächlich Flows bauen.
mse365 AF-CO SUB MGT (AutoFlow Abo-Verw.) wird durch mse365 AF ADMIN abgelöst. Er funktioniert weiter und gewährt dieselben Rechte, es geht also nichts verloren – weise ab jetzt trotzdem mse365 AF ADMIN zu.
Flows auslösen braucht keinen Berechtigungssatz
Ein Flow, der auf einen Datensatz reagiert – etwa einer, der beim Anlegen einer Einkaufsrechnung startet – läuft im Namen der Person, die diesen Datensatz angelegt hat. Diese Person hat mit AutoFlow meist gar nichts zu tun und soll für ihre eigene Arbeit keinen AutoFlow-Berechtigungssatz brauchen.
Braucht sie auch nicht. Die Tabellen von AutoFlow geben dem laufenden Flow selbst, was er benötigt. Deine Kollegin im Einkauf legt ihre Rechnung an, der Flow startet – ganz ohne zugewiesenen AutoFlow-Berechtigungssatz.
Eine Ausnahme: Der Schritt Artikelverfolgung hinzufügen schreibt Reservierungsposten, und das sind normale Business-Central-Daten, keine AutoFlow-Daten. Ein Flow mit diesem Schritt funktioniert nur für Benutzer, die selbst Reservierungsposten schreiben dürfen.
Wer veröffentlichen darf
Erst das Veröffentlichen macht einen Flow scharf – deshalb ist es bewusst vom Bauen getrennt. Wer mse365 AF ALL hat, kann einen Entwurf anlegen, ändern und ausprobieren, aber Änderungen veröffentlichen bleibt ausgegraut, mit dem Hinweis, sich an die AutoFlow-Administration zu wenden. Gib mse365 AF ADMIN an die Personen, die Flows in den Produktivbetrieb bringen sollen.
Achte darauf, dass mindestens eine Person mse365 AF ADMIN hat (oder den abgelösten mse365 AF-CO SUB MGT) – sonst kann niemand mehr Flows veröffentlichen oder das Produkt aktivieren.
Service-to-Service-Aufrufer
Eine Microsoft-Entra-Anwendung, die sich per Service-to-Service (OAuth Client Credentials) authentifiziert – der typische Aufbau für ein externes System, das einen AutoFlow-Webhook aufruft – ist kein lizenzierter Business-Central-Benutzer und braucht deshalb einen eigenen Berechtigungssatz.
Weise solchen Aufrufern mse365 AF Integr. zu. Der Satz enthält den Laufzeitzugriff, den ein solcher Aufrufer braucht, einschließlich des Job-Queue-Eintrags, der den Flow ausführt, und der hinterlegten Anmeldedaten, die ein Schritt auflöst. Zuweisung erfolgt auf der Karte Microsoft Entra-Anwendungen der registrierten App – genauso wie bei einem Benutzer. Den vollständigen S2S-Ablauf beschreibt der Webhook-Trigger.
Netzwerkanforderungen
Dieser Abschnitt ist nur relevant, wenn du AutoFlow OnPrem hinter einem ausgehenden Proxy oder einem Egress-Filter betreibst. Auf Business Central Online erlaubt Microsoft die relevanten Hosts bereits; die meisten OnPrem-Kundennetze lassen ausgehendes HTTPS ohnehin uneingeschränkt zu – in dem Fall ist hier nichts zu tun. Wenn deine Firewall ausgehenden Verkehr einschränkt, muss sie die folgenden Hosts erlauben.
Erforderlich
OnPrem aktiviert AutoFlow über eine signierte Lizenzdatei und läuft danach vollständig offline – zum Aktivieren oder Ausführen von Flows wird kein mse-Host kontaktiert. Für den OnPrem-Betrieb gibt es keine erforderlichen ausgehenden Hosts. (Bei Business Central Online ist es anders: dort registriert sich die App beim AutoFlow-Kundenportal, das Microsoft bereits zulässt. Online legt AutoFlow außerdem pro Umgebung einen täglichen Aufgabenwarteschlangenposten an – AutoFlow: Lizenznutzung an das AutoFlow-Portal melden –, der deine Lizenz aktuell hält; lass ihn aktiv.)
Empfohlen
| Host | Protokoll/Port | Zweck | Wenn blockiert |
|---|---|---|---|
statics.autoflow365.appstatics.autoflow.mse365.de | HTTPS / TCP 443 | Step-Icons und Status-Badges im Flow-Editor | Nur kosmetisch – Flows laufen weiter; der Flow-Editor verwendet ein Standard-Icon |
docs.autoflow365.appdocs.autoflow.mse365.de | HTTPS / TCP 443 | Mehr erfahren-Links aus der App öffnen diese Doku-Seite | Die Links sind tot, sonst keine Auswirkung |
Einmalig, während der Installation
| Host | Protokoll/Port | Zweck | Wann |
|---|---|---|---|
portal.autoflow365.appportal.mse365.de | HTTPS / TCP 443 | mse-Download-Portal – zum Beziehen der .app-Dateien und der Lizenzdatei | Einmalig durch den Admin |
Hinweise
- Zwei Hostnamen pro Dienst. AutoFlow wechselt von
mse365.dezuautoflow365.app. Beide Namen bleiben aktiv und liefern dasselbe, denn eine installierte App-Version ruft weiterhin den Namen auf, mit dem sie ausgeliefert wurde. Bitte beide freigeben. - Per Hostname freigeben, nicht per fester IP. Die empfohlenen Hosts laufen auf Azure mit Azure-managed Zertifikaten; die Menge der Egress-IPs ist nicht stabil genug, um sie zu veröffentlichen.
- TLS 1.2 minimum. AutoFlow nutzt den Standard-
HttpClientaus Business Central, der TLS mit dem Server aushandelt. - Ausgehender Proxy. Wenn der BC-Server den Zugriff über einen Proxy bezieht, konfiguriere den Proxy gemäß Microsoft-Vorgaben auf der BC-Server-Instanz – AutoFlow verwendet den System-Proxy automatisch.
Fehlerbehebung
- Import der Offline-Lizenz wird abgelehnt – stelle sicher, dass die im Portal eingegebenen Werte für Server / Instanz / Datenbank exakt denen entsprechen, die der Aktivierungs-Assistent für diese Installation anzeigt.
- Im Flow-Editor fehlen Step-Icons – prüfe
statics.autoflow365.app. Nur kosmetisch; Flows laufen weiter.